Frage- und Antwortrunde: Planung eines SUP-Abenteuers ✈

Wie wir in unseren sozialen Medien vor einigen Wochen schon berichtet haben, war die Reise von Jay und Beth um die Ionischen Inseln in Griechenland ein großartiger Erfolg.  Nach all dem positiven Feedback über ihre Tour haben wir uns mit den zwei Abenteurern zusammengesetzt und ihnen ein paar Fragen zu ihrer Reise gestellt. Wenn du ein ähnliches SUP-Abenteuer planst, findest du hier einige großartige Tipps.

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1.Was war eure Inspiration für dieses Abenteuer?

Wir sind beide viel auf SUPs unterwegs und genießen es, Zeit auf dem Meer zu verbringen. Als wir im Rahmen unserer Arbeit einen Film über einen Jacht-Urlaub in Griechenland drehten, wurde uns plötzlich klar, dass dies auch ein ideales Ziel für ein SUP-Abenteuer ist. Wir haben die abgelegenen Traumstrände gesehen, vor denen die Jachten ankerten, und waren überzeugt, dass wir mit unseren Boards noch einsamere Strände erreichen konnten. Jay hat schon ein Jahr im Voraus mit der Vorbereitung begonnen, die Route ausgearbeitet, Packlisten erstellt usw. 

2. Wem würdet ihr dieses Abenteuer empfehlen?

Wer das Meer liebt, spontane Abstecher mag und Urlaube am Pool unausstehlich findet, ist hier genau richtig. Wer allerdings nicht gerne in einem Zelt übernachtet, wer nicht für mindestens eine Woche aufs Duschen verzichten kann oder wen die Geräusche der Nacht an einsamen Orten verrückt machen, für den ist dies nichts. Dies ist ein Abenteuer für alle, die das Wasser und Erlebnisse in der Natur lieben und die aktiv sein möchten.

3. Welche Dinge sind bei einer Reise wie eurer unverzichtbar?

– Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor und ein breiter Hut, der Schatten spendet: Das Paddeln im Juli war eine heiße Angelegenheit!  

– Gepäck-Zurrgurte waren in vielen Situationen praktisch, zum Beispiel als Wäscheleinen, um nasse Kleidung zu trocknen. Wir haben sie auch benutzt, um an Felsen festzumachen oder um unsere Boards auf dem Meer während der Mittagspause miteinander zu verbinden. 

– Wir hatte Wasserflaschen, die wir am Körper tragen konnten. So konnten wir problemlos trinken, denn man muss beim Paddeln auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. 

– Und nicht zu vergessen: „Sporks“, d.h. Messer, Löffel und Gabel in einem, zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen.

– Auch ein gutes Taschenmesser ist wichtig. Wir haben damit Leinen gekappt, Wassermelonen geschnitten und Köder zum Angeln vorbereitet.

– Klopapier – auch in der Natur sehr wichtig.

– Mückenspray. Obwohl wir relativ wenige der kleinen Plagegeister hatten, sollte man dennoch vorbereitet sein.

– Taschenlampen: eine kleine Lampe fürs Zelt und eine Stirnlampe. An einsamen Stränden wird es nachts ziemlich dunkel.

– Eine Kamera: Fotogelegenheiten gibt es hier im Überfluss! 

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4. Wie viel hat euch die Reise insgesamt gekostet und wie lange im Voraus habt ihr mit der Planung begonnen?

Wir hatten schon lange über diesen Trip gesprochen, aber die endgültige Planung war ziemlich kurzfristig. Die Flüge haben wir erst ein paar Wochen im Voraus gebucht und unsere Taschen erst ein paar Tage vor dem Abflug gepackt. Ich würde aber empfehlen, früher zu buchen, denn da gibt es oft bessere Deals! Die Hin- und Rückflüge für uns beide (und unsere SUP-Taschen) haben 800 £ gekostet. Vor Ort haben wir dann nur Geld für Lebensmittel ausgegeben. Dabei kommt es auf den persönlichen Geschmack an. Wir haben meist sehr günstig gegessen und uns in Dörfern unterwegs mit Dosen-Lachs, Avocado, Salami usw. eingedeckt. 

5. Kann man sich entspannen, wenn man weiß, dass man jeden Tag paddeln muss.

Die ersten Tage war ich nicht ganz so entspannt wie Jay! Ich habe mir schon Sorgen gemacht über die Distanzen, die wir in unbekannten Gewässern zurücklegen mussten, und über die Winde auf dem offenen Wasser. An den ersten Tagen haben wir den ganzen Tag über gepaddelt. Als wir am Ende des dritten Tages dann abends aufgehört haben, waren wir beide am Ende. Da haben wir festgestellt, dass es Sinn macht, früher loszupaddeln, um unser nächstes Ziel vor der schlimmsten Hitze des Tages zu erreichen. Es war die Hitze, die uns am meisten zu schaffen machte. Von da an war alles wunderbar und das Urlaubsgefühl stellte sich ein.

6. Was ist eure schönste Erinnerung?

Es ist schwer, nur eine Erinnerung herauszunehmen. Die umwerfenden Sonnenaufgänge und -untergänge jeden Tag waren unvergesslich, ebenso das Gefühl von Freiheit und Spontaneität. Zwei Wochen unter freiem Himmel und jeden Tag im Meer schwimmen … Das war schon fantastisch. Und auch wenn wir unsere Route geplant hatten, man weiß doch nie, was einen um die nächste Landzunge wirklich erwartet. So hält jede Minute des Trips eine neue Überraschung bereit. Man weiß außerdem nie genau, wo man am Abend sein Zelt aufschlagen wird.

7. Was würdet ihr ehrgeizigen Abenteurern, die eine ähnliche Reise planen, mit auf den Weg geben?

Wer auf eine SUP-Abenteuerreise gehen möchte, sollte im Vorfeld so viel wie möglich paddeln. Es lohnt sich auch, das Board während des Trainings mit der Ausrüstung zu beladen. Ein voll beladenes Board ist schwerer und verhält sich anders. Mit 20 kg Gepäck auf dem Board ist die Höchstgeschwindigkeit auf jeden Fall deutlich langsamer. Es lohnt sich auch ungefähr zu planen, wo man übernachten will. Wir haben bei der Planung zum Beispiel gesehen, dass wir uns auf einem Abschnitt nicht mit Proviant versorgen konnten und so haben wir zusätzliche Lebensmittel und mehr Wasser mitgenommen. An einem abgeschiedenen Strand oder in der Mittagshitze ist Trinkwasser lebenswichtig. Ebenso wichtig ist es, die Winde vor Ort, die Gezeiten und z. B. Fährrouten zu kennen. Wir wussten dank unserer Vorbereitungen, wo wir bei starkem Wind paddeln mussten und wie wir die großen Fähren vermeiden konnten. Sich mit einem voll beladenen Board im Kielwasser eines riesigen Schiffs zu halten, ist sicher kein Vergnügen!

8. Würdet ihr, wenn ihr die Chance hättet, etwas anders machen?

Wir würden nicht so viel Ausrüstung mitnehmen! Wir dachten, dass wir leicht gepackt hätten, doch am Ende der Reise haben wir festgestellt, dass wir viele Dinge nie getragen bzw. benutzt hatten. Eigentlich braucht man Shorts und einen Bikini, das war‘s. Die Nächte waren sehr warm, wir hätten daher nicht einmal einen Pulli gebraucht. Ich würde beim nächsten Mal bessere aufrollbare Camping-Matten mitnehmen. Unsere Yoga-Matten waren nicht ideal, besonders wenn wir auf steinigen Stränden übernachtet haben. Da habe ich mir mehr Polsterung gewünscht!

9. Wie wart ihr auf eurem Abenteuer mit der Ausrüstung zufrieden?

Die Explorer SUPs von Red Paddle Co waren perfekt für den Trip. Dank der Gepäckschlaufen konnten wir alles sicher transportieren. Die Boards sind groß genug für Touren und dennoch leicht genug, um abends ohne Problem an Land gebracht zu werden. Unsere Boards waren nicht nur SUPs. Wir haben sie als Luftmatratzen, Schlafmatratzen, Tische, Plattformen und Flöße benutzt.

10. Plant ihr bereits weitere Abenteuer?

Klar! Wir diskutieren jetzt schon über unser nächstes Ziel: Sardinien oder Korsika. Wir werden uns bald entscheiden. Erstmal möchte Jay aber auf eine SUP-Abenteuerreise in Großbritannien gehen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten!

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Vielen Dank für eure Tipps Jay und Beth!