Eine Einführung zum Stand-up-Paddleboarden

Vermutlich sind dir in den vergangenen Jahren am Meer, an Seen oder an Flüssen immer mehr Leute aufgefallen, die elegant stehend über das Wasser glitten. Eventuell fandest du diesen Anblick etwas seltsam. Bei genauerem Hinsehen hast du erkannt, dass sie auf surfbrettähnlichen Boards standen und ein Paddel in der Hand hatten. Vielleicht hast du sogar Boards gesehen, auf denen mehrere Leute unterwegs waren … manche bieten Platz für bis zu 8 Personen. Oder Boards, auf denen besonders begeisterte Passagiere mit vier Beinen saßen! Sicher weißt du inzwischen, dass diese Boards als Stand-up-Paddleboards oder SUP-Boards bezeichnet werden. Sie sind heute in den verschiedensten Größen und Stilen erhältlich und werden von den verschiedensten Leuten für die unterschiedlichsten Aktivitäten eingesetzt: von Familien für Spaß am Strand, von Yoga-Fans für Übungen auf friedlichen Seen, von Abenteurern für unvergessliche Paddeltouren und von anderen zum Surfen, Rennenfahren oder Fitbleiben.

Willkommen in der Welt des SUP …

Die Ursprünge des Paddleboardens und des Stand-up-Paddle-Boards

Auch wenn SUP ein relativ neuer Sport ist, das Konzept gibt es seit Jahrhunderten. Traditionell bewegten sich die Ureinwohner auf den Inseln von Hawaii seit jeher stehend auf „Boards“ fort, z. B. um zu fischen. In jüngerer Zeit rückte SUP in den Blickpunkt, als der weltberühmte Surfer Laird Hamilton den Sport als Crosstraining für Big-Wave-Surfen einsetzte. Bis dahin wurde das Paddel in der Welt der Big Waves nur eingesetzt, um Surfer mit mehr Geschwindigkeit auf eine Welle zu bringen. Bald schon wurde aber deutlich, dass sich auch abseits der Wellen Leute für den Sport interessierten. Der wichtigste einschränkende Faktor waren allerdings die Boards selbst. Als der Sport in den Kinderschuhen steckte, wurden die meisten Boards – wie Surf-Boards – aus Epoxy-Verbundstoffen gefertigt. Da SUP-Boards aber größer als Surf-Boards sind, waren sie noch unhandlicher und zerbrechlicher. Diese Boards waren schlicht und einfach keine Option für die meisten Leute.

Die ersten aufblasbaren SUP-Boards

Die wichtigste Entwicklung für den SUP-Sport war die Erfindung aufblasbarer Boards. Ohne diese Innovation hätte der Sport heute wohl kaum eine derart große Fangemeinde, die zudem stets weiterwächst. Frühe Versionen waren im Vergleich zur heutigen technologischen Ausgereiftheit mancher Boards ohne Frage minderwertig, dennoch machten sie den Sport zugänglicher. Ein Board mit einer Länge von 2,5 bis 3,5 m konnte nun einfach in einen Rucksack gepackt werden. Man brauchte keine Garage oder große Gartenhütte mehr zur Aufbewahrung eines Boards und kein Auto, um es zum nächsten Strand zu transportieren. Zudem waren diese Boards viel widerstandsfähiger als zerbrechliche traditionelle Hardboards.

Red Paddle Co war maßgeblich an der Entwicklung der Technologie von aufblasbaren Boards beteiligt und treibt die Weiterentwicklung auch heute noch voran. In der frühen Entwicklungsphase drehte sich alles um ein Material, das heute als Dropstitch bekannt ist. Dabei handelt es sich um die obere und untere, durch Fäden verbundene Innenhaut des Boards, die für Form, Struktur und Steifigkeit sorgt. Diese Technologie erwies sich anfangs als relativ effektiv und sogar heute noch wird sie von vielen Herstellern eingesetzt. Red Paddle Co allerdings hat die Fertigung von aufblasbaren Boards inzwischen auf ein viel höheres Niveau gehoben. Mit der firmeneigenen Bauweise MSL werden unerreichte Steifigkeit, Strapazierfähigkeit und Performance erzielt. Von Anfang an konzentrierte sich Red Paddel Co darauf, aufblasbare paddle boards zu produzieren, die eine authentische Paddelerfahrung ermöglichten, d. h. einfach zu transportierende, wendige und strapazierfähige Boards, die Hardboards in Sachen Performance in nichts nachstanden.

Die nächste Phase der Entwicklung

Während der Sport immer ausgereifter wurde und immer mehr Menschen in aller Welt mit ihren SUP-Boards das Wasser eroberten, entstand bei manchen Leuten selbstverständlich der Wunsch, schneller zu sein, weiter paddeln zu können oder das aufblasbare Board für bestimmte Aktivitäten einzusetzen. Paddleboards wurden in den verschiedensten Bedingungen eingesetzt: in den Wellen, in wilden Flüssen, auf friedlichen Seen. Sie wurde für die verschiedensten Aktivitäten genutzt, von Surfen bis Yoga. Das bedeutete natürlich auch, dass sich das Angebot an bzw. die Form von Boards weiterentwickeln musste.

Allgemein gilt: je länger und schmaler, desto schneller. Diese Form findet man daher bei Touring-paddleboards oder selbstverständlich bei Race-Boards, die häufig sogar 12‘0‘‘ oder länger sein können. Eine rundere, breitere Form eignet sich dagegen perfekt für Allrounder-Paddleboards. Diese können an den verschiedensten Orten und in unterschiedlichsten Bedingungen eingesetzt werden und sind somit auch ideal für Anfänger. Am „kürzeren“ Ende sind die Boards zum SUP-Surfen. Die relativ kurze Länge und das schmale Heck machen diese wendig und sorgen für ein gutes Ansprechverhalten in den Wellen.

Die Wahl des richtigen SUP-Boards

Wenn dich das SUP-Fieber dann gepackt hat, wird es Zeit, an den Kauf deines ersten eigenen Boards zu denken. Wenn du Unterricht hattest oder hier und da ein Board gemietet hast, dann weißt du vermutlich, welche Art von Board du möchtest. Aufblasbare Boards sind für Paddler aller Könnensstufen geeignet, aber für Anfänger ganz besonders. Sie sind nicht nur einfacher zu transportieren, sie lassen sich im Wasser auch besser beherrschen und das zusätzliche Volumen macht sie zu einer stabilen Plattform, um die Grundlage zu erlernen.

Aber aufgepasst!!! Nicht alle aufblasbaren Boards sind gleich.

In den letzten Jahren sind immer mehr minderwertige Boards auf dem Markt aufgetaucht, die behaupten, eine großartige Paddelerfahrung zu bieten. Der relativ niedrige Preis dieser Boards mag verlockend sein, doch aufgrund der mangelhaften Konstruktionsweise können diese in Sachen Steifigkeit, Performance und Strapazierfähigkeit nicht mit aufblasbaren Premium-Boards mithalten.

Bevor du dich für ein Board entscheidest, ist es wichtig, dass du die Qualitätsunterschiede der erhältlichen Boards und deren Auswirkungen auf dein Paddelerlebnis verstehst. Einen genaueren Blick auf die wichtigsten Unterschiede findest du in unserer Einführung zu aufblasbaren Stand-up-Paddleboards. Dort findest du auch alle Informationen zu den erhältlichen Arten von Boards. Hier ein kurzer Überblick:

Wie der Name vermuten lässt, sind diese Boards enorm vielseitig und somit auch perfekt für Anfänger. Doch selbst für erfahrene Paddler sind diese Boards ideal, da sie in den verschiedensten Bedingungen eine großartige Performance bieten.

Diese Boards eignen sich für erfahrene Paddler, die ein Board für unvergessliche Abenteuer suchen. Sie sind normalerweise länger als Allrounder und können beladen werden, z. B. mit Camping-Ausrüstung.

Warum alleine paddeln, wenn es Boards für 2 bis 8 Personen gibt? Egal ob für Abenteuer mit einer Gruppe von Freunden, für Spaß mit der ganzen Familie oder für Mehrpersonen-Rennen, diese Boards sind großartig.

Bei diesen Boards dreht sich alles um Geschwindigkeit. Sie sind länger (12‘ oder mehr) und schmaler als Allrounder.

Diese Boards sind kürzer und haben ein schmaleres Heck, um in den Wellen die benötigte Wendigkeit zu bieten. Sie sind enorm steif, extrem strapazierfähig und für alle Surfbedingungen ideal.

Ein SUP-Board für Yoga muss breit und stabil sein und sollte über ein Deckpad verfügen, das sich über die gesamte Länge erstreckt. Ein gutes Yoga-Board hat all das und mehr …

Paddleboards für Kinder sind kleiner und leichter. So ermöglichen sie den einfachen Transport zum und eine großartige Manövrierfähigkeit auf dem Wasser.

Wer sich mit wilden Stromschnellen messen möchte, braucht ein widerstandsfähiges, aber leichtes und wendiges Board. Diese Boards sollten höhere Seiten haben, sodass das Manövrieren auch bei starker Strömung kein Problem darstellt.

 

Wind-SUP-Boards kombinieren SUP mit der Möglichkeit, bei der richtigen Brise windsurfen zu können.

Wähle das ideale paddleboard

Es gibt viele Arten des Paddelns und ganz unterschiedliche Paddlertypen. Gut, dass Red Paddle Co für jeden Fahrer und jedes Abenteuer das richtige Board hat. Hier ist unser Quick Guide, mit dem du das richtige Board für dich findest. Alle unsere Boards >

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Das Paddleboarden lernen

Die Vielzahl der erhältlichen Paddleboards kann für Neulinge zunächst verwirrend sein.

Eine schlechte erste Erfahrung auf einem falschen Board kann dazu führen, dass dir die Lust auf den SUP-Sport gleich wieder vergeht. Daher lohnt es sich, mit einer Unterrichtsstunde zu beginnen. Hier erlernst du nicht nur die Grundlagen, du wirst zudem mit Ausrüstung ausgestattet, die für Anfänger entwickelt wurde. So erhältst du die bestmögliche Einführung in den Sport, während du grundlegende Paddeltechniken übst, die Ausrüstung kennenlernst und alles Wissenswerte zur Vorbereitung, zu den ersten Schritten und zur Sicherheit erfährst.

Weltweit gibt es immer mehr SUP-Schulen und auf learn2paddleboard.com, eine Seite speziell für Anfänger, findest du die besten Schulen in deiner Nähe. Hier kannst du nach Standort suchen und Einzelheiten über die jeweiligen Kurse und Ausstattungen in Erfahrung bringen. Bei vielen Schulen lassen sich Boards mieten, sodass du deine neu gewonnenen Fertigkeiten im Anschluss an deinen Unterricht sogleich einsetzen kannst. Dies wird dir auch helfen zu entscheiden, welches Board du kaufen möchtest.

Nachdem du die Grundlagen draufhast, lohnt es sich auch einen Kurs für fortgeschrittene oder erfahrene Paddler zu belegen, um deine Technik zu verfeinern und noch besser zu werden. Online findest du außerdem verschiedenste Anleitungsvideos that can be a useful resource.

Sicher paddeln

Wie bei allen Wassersportarten ist Sicherheit auch beim Paddleboarden das A und O. Selbst an den friedlichsten Sonnentagen bestehen Gefahren, derer sich Paddler bewusst sein müssen. Wenn du aber ein paar einfache Regeln befolgst und dir einige grundlegende Ausrüstungsgegenstände anschaffst, bist du jederzeit vorbereitet, falls etwas passieren sollte. 

Die wichtigste Regel beim Paddleboarden ist wie bei allen Wassersportarten: „Immer auf Nummer sicher!“ Vergiss nicht, dass sich Wind-, Wasser- und Wetterbedingungen schnell ändern können. Wenn du jegliche Zweifel hast, geh‘ nicht aufs Wasser. Solltest du in Schwierigkeiten geraten, bringst du nicht nur dich selbst in Gefahr, sondern auch deine Retter. Überprüfe, bevor du losziehst, unbedingt die Wettervorhersage und, falls zutreffend, die entsprechenden Gezeiteninfos. Es lohnt sich auch, Informationen zu den Bedingungen vor Ort einzuholen, z. B. zu eventuellen Rippströmungen. Wenn du zum ersten Mal in einer Gegend unterwegs bist, sind Paddelshops oder -schulen eine gute Informationsquelle. Auch ein Gespräch mit anderen Paddlern ist meistens äußerst informativ. Es lohnt sich auch, online nach Infos für die jeweilige Region zu suchen.

Wenn es um Ausrüstung geht, solltest du natürlich eine Schwimmweste bei dir haben. Da die traditionelle Art häufig unhandlich ist und beim Paddeln stört, ist eine moderne Schwimmweste die in einer Hüfttasche getragen wird zu empfehlen. Es ist zudem wichtig, sich den Bedingungen entsprechend zu kleiden, um warm bzw. kühl zu bleiben. Zusätzliche Kleidung ist ebenfalls zu empfehlen, z. B. eine wind- und wasserdichte Jacke, falls sich die Bedingungen ändern sollten. Eine hochwertige wasserdichte Deck-Tasche, um deine Ausrüstung trocken zu halten, ist daher eine lohnende Investition. Hier kannst du auch Snacks und Getränke aufbewahren, mit denen du Energie auftanken bzw. für Flüssigkeitszufuhr sorgen kannst. Außerdem bleibt hier ein weiteres unerlässliches Gerät trocken, dein Handy, das du für Notfälle immer dabeihaben solltest.

Auspacken, Aufpumpen und Entdecken

Der moderne SUP-Sport ist Lichtjahre entfernt von den ersten Boards, die einst von den Ureinwohnern hawaiianischer Inseln entwickelt wurden. Selbst im Vergleich zu den Hardboards der späten 1990er Jahre sind die heute erhältlichen aufblasbaren SUP-Boards in einer anderen Galaxie. Sie verdeutlichen, wie weit sich der Sport entwickelt hat und wie zugänglich er geworden ist. Von Flüssen in Städten bis zu Bergseen, von exotischen Surfstränden bis zu deinem See um die Ecke: SUP ist ein Sport, der überall und von jedermann betrieben werden kann. Und das lässt sich hauptsächlich auf die Entwicklung aufblasbarer Boards zurückführen. Packe dein Board ganz einfach aus, pumpe es auf und schon geht es raus aufs Wasser. Du möchtest mit Kumpels entspannt die Küste erkunden? Mit deiner Familie Spaß haben? Dich mit deinem Board in die Wellen stürzen? Dich mit anderen Paddlern im sportlichen Wettkampf messen? Bei SUP-Yoga entspannen? Ganz gleich, Stand-up-Paddleboarden eröffnet dir neue Welten. 

unpacking an inflatable sup from the bag

Weitere Informationen

Weitere Infos zu jeglichen hier angesprochenen Themen gibt’s beim Team von Red Paddle Co. Beginne dein Paddelabenteuer noch heute.