Ein Jahrzehnt mit vollem Engagement: Frage-und-Antwort-Session mit John Hibbard

Hi, Robyn hier! Diesen Juni konnte ich mein erstes Jahr bei Red Paddle Co feiern. In den vergangenen 12 Monaten habe ich enorm viel über das Paddleboarden und unsere globale SUP-Community gelernt. Ich kann es aber immer noch kaum glauben, dass aufblasbare Paddleboards vor nur 10 Jahren noch nicht existierten!

Daher habe ich mich mit unserem Mitgründer John Hibbard getroffen, um auf die bescheidenen Anfänge der Marke zurückzublicken, über die Szene für aufblasbare SUPs zu plaudern und über die Zukunft von Red Paddle Co zu sprechen …

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Wir schreiben das Jahr 2008 und Paddleboarden steckt noch in den Kinderschuhen. John war damals mit einem traditionellen Hardboard auf dem Wasser unterwegs. Schnell erkannte er, dass der SUP-Sport eine spannende Zukunft haben könnte. Er wusste aber auch, dass Verbesserungen möglich – und notwendig – waren. Während er also auf seinem schweren Verbund-Hardboard entlangpaddelte, hatte er die verrückte Idee, dass aufblasbare Boards die Lösung sein könnten …

JH: „Red Paddle Co ist keine Reaktion auf einen Trend oder auf etwas, das bereits existierte. Damals waren Boards zu groß und zu schwer und außerdem schwierig zu transportieren und zu lagern. Ich bin damals gemeinsam mit Freunden gepaddelt, die den Sport mochten, aber gleichzeitig zugaben, dass sie niemals eines dieser unhandlichen Boards kaufen würden. Schnell war ich mir sicher, dass iSUPs (aufblasbare SUPs) für viele Leute die Lösung sein würden. Dazu mussten aber die Probleme mit der Performance von aufblasbaren Boards gelöst werden.“

Man walks across bridge with paddle board

Man hat mir erzählt, dass viele Leute Red Paddle Co anfangs als einen Witz abgetan haben. Heute, im Jahr 2018, ist das kaum zu glauben. Was hat man damals zu dir gesagt und wie hast du geantwortet?

 

 

JH: „SUP war ein Witz! Bevor wir überhaupt ein Board verkaufen konnten, mussten wir Leute zunächst von dem Sport selbst überzeugen. Wenn wir in einen Laden kamen, um über unser Produkt zu sprechen, dann hatten die Besitzer noch nicht einmal von Standup-Paddleboarden gehört. Dass wir dann mit einem aufblasbaren Board ankamen, hat sie daher kaum interessiert. Wir haben 2 Jahre lang fast nichts anderes getan, als mit Händlern und ihren Kunden paddeln zu gehen, um den Sport bekannt zu machen. Erst nachdem sie den Sport selbst erlebt hatten, konnten wir über die Konstruktionsweise des Boards sprechen. Manchmal haben wir nach einer Tour auf dem Wasser die Luft aus den Boards abgelassen, um die Leute zu überraschen. Sie hatten keine Ahnung, dass sie auf einem aufblasbaren Board unterwegs waren und waren so natürlich enorm beeindruckt.“

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Ich bin noch nicht besonders lange beim Paddleboarden dabei und habe heute eine riesige Auswahl an den fortschrittlichsten Boards von Red Paddle Co, die mit branchenführenden Technologien und Materialien wie MSL ausgestattet sind. 

Wie groß war das erste aufblasbare SUP von Red Paddle Co, das du hergestellt und verkauft hast?

 

 

JH: „11‘, d.h. ca. 3,35 m. Innerhalb von 2 Jahren entwickelten wir ein 10’6” (3,2 m) langes Board, aus dem letztlich das 10’6” Ride hervorging. Heute bereue ich es, dass ich nicht wenigstens eines dieser ersten Boards aufbewahrt habe. Sie waren zwar gut, mit unseren heutigen Boards könnten sie aber nicht mithalten. Damals habe ich sie alle verkauft, um meine Rechnungen bezahlen zu können.“

Wenn hattest du zum ersten Mal das Gefühl, dass Red Paddle Co dem SUP-Sport seinen Stempel aufgedrückt hatte?

JH: „Die ersten Jahre waren hart. Nicht unbedingt, weil wir die Vorurteile gegenüber aufblasbaren Boards ausräumen mussten, sondern weil wir eine gewisse Anzahl von Paddlern brauchten, um den Sport zu verbreiten. Als wir begannen, gab es kaum SUP-Paddler. Nachdem wir diese erste Welle von Paddlern hatten, egal auf was für einer Art von Board, ging es dann auch schon bergauf. Unsere Verkaufszahlen im ersten Jahr waren furchtbar.  Ich erinnere mich noch, wie aufgeregt ich war, als ich mein erstes Board verkauft hatte – nachdem ich das für ca. 300 Tage versucht hatte! Wenn ich heute daran zurückdenke, ist das schon lustig. Als wir dann Weiterentwicklungen wie das RSS-System finanzieren konnten und Beziehungen mit Unternehmen aufgebaut hatten, um bessere Pumpen zu produzieren, ist Bewegung in die Sache gekommen und wir konnten dem Sport unseren Stempel aufdrücken. Das war um das Jahr 2013.“

girls paddle on red paddle co 2013 boards

Die Boards haben sich ohne Frage von ihren bescheidenen Anfängen über die vergangenen 10 Jahre durch Entwicklungen, Innovation und wahre Entschlossenheit enorm verändert. Es muss ein großartiges Gefühl sein, so viel erreicht zu haben?

 

JH: „Es hat uns sehr viel Schweiß und Herzblut abverlangt, an diesen Punkt zu kommen. Die ersten Jahre waren wie gesagt hart. Am Anfang habe ich nur versucht, einigen meiner Freunde Paddleboards zu verkaufen. Kaum zu glauben, dass wir heute unsere eigene Fertigungseinrichtung haben und das Red International Development Centre unser Zuhause nennen dürfen. Nicht zu vergessen sind dabei die wunderbaren Leute, die in dem Gebäude arbeiten, einschließlich unserem fantastischen Team von Produktingenieuren, dem Betriebsteam, das unsere Produkte in über 60 Länder weltweit liefert, und dem Kreativteam, das unsere Marke mit Leben erfüllt.“

 

Red Paddle Co HQ

Dieses Jahr feiert Red Paddle Co den 10. Geburtstag. Was ist deine Vision für die kommenden 10 Jahre mit Red Paddle Co und wohin führt der Weg von aufblasbaren SUPs von Red?

JH: „Es wird um die Perfektionierung jedes einzelnen Details gehen. Es geht bei uns nicht um radikale, von der Technik angetriebene Innovation. Uns geht es um die Innovation des Erlebnisses. Wenn wir also das Erleben des Sports besser machen können, dann sind wir zufrieden. Es gibt zahlreiche Produkte auf dem Markt und damit eine große Auswahl. Viele dieser Produkte sind aber einfach nur schlecht, besonders, wenn es um die Sicherheit auf dem Wasser geht. Wir tragen die Verantwortung dafür, dass Leute auf dem Wasser sicher sind.

 

 

Red Paddle Co wird über die kommenden 10 Jahre daran arbeiten, jeden einzelnen Aspekt zu verbessern. Außerdem führen wir unser Red Original-Sortiment ein. Dieses umfasst Zubehör, das nach unseren hohen Standards entwickelt wurde und das SUP-Erlebnis noch besser macht. Jedes Red Original-Produkt wurde mit derselben Leidenschaft wie unsere Boards entwickelt. Wir können es kaum erwarten, unseren Kunden diese Produkte vorzustellen.“