DAS CLEVERE KÖPFCHEN HINTER DEM DESIGN

DER V-RUMPF DES VOYAGER

robyndawson
8th October 2020

Wir haben kürzlich unsere Kollektion von aufblasbaren Paddleboards für die Saison 2021 vorgestellt und das Feedback war fantastisch. Doch auch wenn sich alle unsere Boards für 2021 durch verbesserte Features und ergonomische Designs auszeichnen, hat ein Modell besonders viel Aufmerksamkeit erregt:
Das 2021 Red Paddle Co Voyager-Board, mit seiner bahnbrechenden V-Rumpf-Technologie, ein aufblasbares Touring-Board auf einem völlig neuen Niveau. In dieser Innovation steckt eine Menge Arbeit und wer könnte uns die revolutionäre Technologie dieses aufblasbaren Boards besser erklären als der Chef unseres Designteams, Phil Hawthorne …

„Wir konnten uns keine Fehler erlauben. Wie bei vielen Innovationen erkennt man Vor- und Nachteile erst, wenn man das Produkt vor sich hat – der V-Rumpf macht da keine Ausnahme.“

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KANNST DU UNS ZUNÄCHST EINMAL ERKLÄREN, WAS DER V-RUMPF IST UND WELCHE WIRKUNG ER AUF DEN NEUEN VOYAGER-BOARDS HAT?

Der V-Rumpf ist, was im technischen Jargon als Verdränger bezeichnet wird. Das bedeutet, dass die Form des Rumpfs das Wasser vor sich verdrängt. Im Gegensatz zu einer flachen Unterseite bricht der V-Rumpf die Oberflächenspannung des Wassers und ermöglicht ein besseres Gleiten durch den gesamten Paddelschlag hindurch. Das ist natürlich nicht unsere Entdeckung, aber wir haben es geschafft, dieses Konzept mit modernster Technologie erfolgreich bei einem aufblasbaren Paddleboard einzusetzen. Diese Art von Rumpf ist sonst bei Schiffen zu finden und gibt diesen ihre typische Form.

„Wenn wir eine gute Idee haben, wie den V-Rumpf, dann müssen wir in der Lage sein, unser Design mit Prototypen immer weiter zu verbessern.“

GAB ES MEHRERE VERSIONEN, BEVOR IHR DAS ENDGÜLTIGE
DESIGN DES NEUEN VOYAGER PERFEKTIONIERT HATTET?

Wir haben bereits seit mehreren Jahren an dieser Lösung gearbeitet, aber erst jetzt ist uns der endgültige Durchbruch gelungen. Wenn wir eine Idee haben, wie den V-Rumpf, dann müssen wir in der Lage sein, unser Design mit Prototypen immer weiter zu verbessern.
Glücklicherweise ist das der Fall. Allen Designs werden umfangreichen Tests unterzogen und die Prototypen sind ein Teil des Designprozesses. Anfangs hatten wir verschiedenste Probleme hinsichtlich Fertigung, Form, Stabilität usw. Doch der gesamte Prozess und die zu bewältigenden Herausforderungen ermöglichen es uns letztlich, die allerbesten Produkte zu entwickeln.

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WARUM HAT ES SO LANGE GEDAUERT, DIESE INNOVATION AN EINEM RED-BOARD EINZUFÜHREN UND WARUM BIETEN ANDERE MARKEN DIESE TECHNOLOGIE FÜR IHRE AUFBLASBAREN BOARDS NICHT AN?

Wir konnten uns keine Fehler erlauben. Wie bei vielen Innovationen erkennt man Vor- und Nachteile erst, wenn man das Produkt vor sich hat – der V-Rumpf macht da keine Ausnahme. Zahllose Variablen müssen untersucht werden und es braucht Zeit, um zu testen und die beste Lösung zu finden. Dieses Feature findet man häufig bei Hard-Boards, doch es erfordert wahre Expertise, Handwerkskunst und zahllose Tests, um es bei einem Paddleboard möglich zu machen. Da wir den V-Rumpf jetzt erfolgreich eingeführt haben, bin ich überzeugt, dass viele andere Marken versuchen werden, diese Technologie ebenfalls anzubieten.

WIE HABT IHR DAS BOARD UND DIE EFFEKTIVITÄT GETESTET?

Wir sind damit raus aufs Wasser! Viele Leute wissen in ihren Jobs genau, was passiert, wenn eine bestimmte Variable verändert wird. Für uns als Designer aber führt kein Weg an Tests vorbei. Wir verfügen über unser hauseigenes Testsystem, das die meisten Bereiche des Designprozesses abdeckt. Für den V-Rumpf aber wollten wir tiefgehende wissenschaftliche Daten, also haben wir das Design im COAST Lab getestet.  

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WELCHE TESTS WURDEN IM COAST LAB DURCHGEFÜHRT?

Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren mit dem COAST Lab der Universität von Plymouth zusammen und das Team dort ist großartig. Es hilft uns, unsere Produkte auf das höchste Niveau zu heben und alle Details zu verbessern. Wir haben eben ein staatlich gefördertes Forschungsprogramm abgeschlossen, das verschiedene Projekte umfasste, u. a. die Tests für den V-Rumpf.
Das COAST Lab verfügt über eine Einrichtung, die künstliche Wellen produziert und sich auf Meeresforschung konzentriert. Glücklicherweise liegt es nicht weit von unserem HQ entfernt. Für eines der Experimente haben wir unsere Boards mit zahlreichen Sensoren versehen und in der Mitte eines riesigen Wellenbeckens positioniert. Die Sensoren sind mit Kameras an verschiedene Computer verbunden, sodass wir Daten zur Analyse und Bestimmung unseres Fortschritts erfassen können. Dieses Prinzip wird auch bei Computeranimationen und VR-Spielen sowie bei Filmproduktionen benutzt.
So konnten wir sehen, wie sich der V-Rumpf im Wasser und in den Wellen verhält. Wir konnten den Wasserfluss über und um das Board dann mit einem Modell mit flacher Unterseite vergleichen, um die Effektivität in einer wissenschaftlich kontrollierten Umgebung zu messen.

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So konnten wir sehen, wie sich der V-Rumpf im Wasser verhält. Wir konnten das dann mit einem Board mit flacher Unterseite vergleichen, um die Effektivität in einer wissenschaftlich kontrollierten Umgebung zu messen. 

WARUM KOMMT DER V-RUMPF NICHT AUCH BEI ANDEREN MODELLEN ZUM EINSATZ?

Unser Ziel war es von Anfang an, längere und mühelose Paddeltouren zu ermöglichen. Wie genau das in der Praxis aussehen würde, wussten wir anfangs noch nicht. Im Verlauf der Entwicklung des V-Rumpfs wurde uns aber klar, dass es üblicherweise die Entdecker unter uns sind, die beim Paddeln bis ans Limit gehen möchten. So haben wir uns darauf konzentriert, wie man mit weniger Kraftaufwand längere Strecken zurücklegen kann: Das Ergebnis ist der V-Rumpf in seiner jetzigen Form. Gemeinsam mit der vergrößerten Oberfläche des Twin-Fin-Systems können wird es Paddlern nun ermöglichen, weiter und kraftsparender zu paddeln.

ENTSTEHEN DURCH DIE V-FORM SCHWACHSTELLEN IM BOARD?

Nein! Wir mussten einige Berechnungen zur Last- und Kraftverteilung an der V-Form anstellen, doch dank unseres TechAir-Verfahrens, das wir im Verlauf der letzten 6 Jahre immer weiter optimiert haben, und der hochwertigen Materialien, stellt das kein Problem dar.  

GIBT ES HINSICHTLICH DER BELADUNGSKAPAZITÄT UNTERSCHIEDE ZU FRÜHEREN VERSIONEN DES VOYAGER?

Die Beladungskapazität wird durch den V-Rumpf nicht beeinflusst. Du kannst also noch immer all deine Ausrüstung für ein echtes SUP-Abenteuer transportieren. Alle unsere Voyager-Boards sind das Nonplusultra, wenn es um Abenteuer und Touren mit einem aufblasbaren Paddleboard geht. Alle unsere Neuerungen machen das Erlebnis nur noch besser.

BEEINTRÄCHTIGT DER V-RUMPF DIE STABILITÄT?

Der V-Rumpf beeinflusst die Stabilität zwar, dank unseres Designs aber nur minimal. Die V-Form reduziert die Kontaktfläche im Vergleich zu traditionellen aufblasbaren Paddleboards. Das Board „schneidet“ daher perfekt durch das Wasser.
Die Länge des V-Bereichs ist ein Indikator für Stabilität – je länger, desto weniger stabil. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle.
Wie bei all unseren Produkten suchen wir stets nach der idealen Balance, sodass wir Elitepaddler und „gewöhnliche“ Abenteurer zufriedenstellen können. Es geht um das Zusammenspiel von Grundriss, Länge und Breite und wir sind überzeugt, die optimale Lösung für effektives Paddeln gefunden zu haben. So haben unsere Kunden das richtige Board für den Job.

„Der V-Rumpf kommt diese Saison bei unseren beiden Voyager-Modellen zum Einsatz. Wer die Technologie ausprobiert, spürt den Unterschied sofort.“

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